Connor ist ein Soft coated
Wheaten Terrier, geboren im Juni 2004.
Das wir gerne diese Rasse zu uns nehmen
wollten, war uns klar und wir hatten auch schon mit einem Züchter
Kontakt aufgenommen, da wir wegen der da noch kleinen Kinder eher einen
Welpen haben wollten. Aber als wir einen Samstag die Zeitung
aufblätterten, standen tatsächlich Welpen zum Kauf darin, auch noch mit
dem gleichen Geburtdatum wie unsere ältere Tochter. Das muss Fügung sein
dachten wir uns: als ein Anruf und nichts wie hin!!!!
Die Umstände in dieser Familie waren sehr
chaotisch. eine dreckige Wurfkiste, die Welpen und Elterntiere sprangen
über die Couch und schliefen in Regalen, und die Leute,.....! Naja, wir
haben ihn dann mitgenommen, gegen Anraten der Verkäufer, da er sooooooo
dominant sein sollte.
Da man ja mit einem kleinen Hund zur
Welpenschule gehen soll, haben wir uns eine in Solingen gesucht. Leider
wie sich später herausstellen sollte, natürlich die falsche!!!!
Wir hätten auf unsere Tochter hören sollen,
denn die sagte schon nach dem ersten Mal, das der Typ ihr überhaupt
nicht gefällt.
Dort wurden die Welpen regelmäßig auf den
Rücken geworfen, wenn sie etwas auffällig wurden (was das auch immer
gewesen ist) und er packte ihnen dann auch immer an die Kehle. So
sollten wir das zuhause auch machen, was wir dann auch taten. (Connor,
wir entschuldigen uns immer noch dafür bei dir).
Dann bekam er einen schweren Zwingerhusten
und die Hundeschule musste aussetzen.
Er war ein halbes Jahr alt und beachtete uns
nicht einen Moment, lief immer weg und wollte auch zuhause nicht zu uns
kommen, wenn wir ihn riefen. Er stand immer nur mit gebeugtem Kopf da
und kam nicht zu uns.
Heute weiß ich, er hatte echt Angst vor uns!
Er dachte wohl wir wären komplett irre.
Zu diesem Zeitpunkt kamen wir zur
Hundeschule Lechtenfeld und es war wirklich die beste Entscheidung, denn
gerade durch intensive Einzelstunden mit erwachsenen Hunden lernte er
und ich wichtige Dinge für sein Leben.
Dort lerne ich auch, das es wichtig ist,
seinen Erziehungstil auch anderen Hundehaltern gegenüber, die sehr oft
anderer Meinung sind , durchzuziehen, und sich auch beschützend vor
seine Hund zu stellen, wenn man merkt er kommt nicht klar.
Mit gut 2 Jahren bekamen wir die Diagnose,
das er HD mittelschweren Grades hat und so etwas eingeschränkt in der
Toberei mit anderen Hunden ist. Er darf zwar rennen und spielen, was
wäre das sonst für ein Leben, aber ich merke immer nach intensiven
Tobereien, das er tagelang daran zu knappsen hat.
Also beschränken wir uns damit auf wenige,
liebe Hndefreunde, und mit dem Rest will er sowieso nicht mehr viel zu
tun haben.
Er ist ein eher unsicherer Hund, da ihm ganz
klar der Halt in der Welpenzeit gefehlt hat.
Außerdem wurde er anderen Rüden gegenüber
immer unsicherer.
Um diese Spannungen heraus zunehmen, und
weil er auch anfing unser ganzes Haus zu markieren und auch vor dem
Fernseher keinen Halt machte , wurde er nach langem Überlegen im April
2007( mit fast 3 Jahren) kastriert.
Es war die beste Entscheidung, die wir für
ihn getroffen haben. Nur kurze Zeit später hatten wir einen völlig
anderen Hund.
Wir hatten noch nie so viele harmonische
Hundebegegnungen. Er pinkelte nicht mehr ins Haus!!!!!!
Und er entdeckte die Welt neu. Er musste
nicht mehr jeder Fährte einer läufigen Hündin folgen, sondern merkte
auch, das es noch ganz andere interessante Sachen gibt.
Wie zum Beispiel den Mülleimer auszuräumen,
oder einfach mal zu buddeln,...
All das kannten wir von ihm nicht. Auch die
Mäkelei mit seinem Futter ist ganz verschwunden, er war ja schon ganz
dünn geworden.
So , eigentlich wollte ich mich kurz fassen,
aber leider ist in seinen 3 Jahren schon so viel passiert, ich könnte
noch mehr aufschreiben.
Aber belassen wir es dabei.
Wir gehen weiter sehr gerne zur Hundeschule,
und auf diesem Weg ein dickes Dankeschön an Edith und ihr Helferhunde.
Gruß
Diana und Familie mit Connor
Solingen, den 5.7.2007