Welpenerziehung – warum? 

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Leider gibt es auch heute noch Hundehalter/ Trainer die der Meinung sind Welpen sollten doch erst mal nur spielen.
Lernen könnten sie doch auch später noch.
Also werden die Welpen auf einem eingezäunten Platz, oft mit viel, eigentlich besser für Kinder geeigneten, Spielgeräten in Berührung gebracht. Das nennt sich dann Prägungsspieltage. Aber auf was soll hier  geprägt werden. Auf Kinderspielzeug oder auf man darf jeden fremden Hund/ Mensch belästigen. Glauben Sie mir, die Welt des erwachsen Hundes besteht nicht nur aus spielen. 
Sozialverhalten lernt der Welpe auch nicht von Welpen, die müssen doch selber noch lernen wie man sich benimmt. Nein, Sozialverhalten kann der junge Hund nur von gut sozialisierten, erwachsenen Hunde lernen. In den meisten Welpengruppen lernen die Kleinen vor allen Dingen wie man gemobbt wird oder selber mobbt. Die Standartsprüche sind: " Der muss sich wehren lernen oder das machen die untereinander aus." Viele Hunde, die später als Raufer gelten, sind in der Welpenzeit gemobbt worden. Glauben Sie wirklich, Ihr Kleiner vertraut Ihnen noch, wenn Sie ihm keinen Schutz geben? Irgendwann fängt er an sich zu wehren und dann ist es Ihnen auch nicht recht.  (An den so genannten Rocker-Raufer-oder Rüpelgruppen verdienen einige Hundeschule eine ganze Menge Geld.)

Ich finde zwar auch, dass Hunde soviel wie möglich Kontakt zu anderen Hunden haben sollten und Welpen müssen  auf jeden Fall viel spielen. Aber das kann nicht alles sein.
Sehen wir doch die Sache mal realistisch:
Die Welpenzeit ist eine sehr wichtige Zeit dem Leben unserer Hunde. Ca. 70 % des Hundegehirns wachsen in den ersten 16 Wochen. Nie wieder lernt der Hund so schnell und nachhaltig wie in diesem Alter. Was jetzt versäumt wird, kann später nie wieder vollständig nachgeholt werden. (Dies macht sich spätestens beim erwachsenen Hund bemerkbar.) Alle positiven und auch leider die negativen Erfahrungen werden regelrecht im Hundehirn gespeichert.
Es ist daher sehr wichtig was und wie der Welpe jetzt lernt. Welpen sind in vielen Dingen sehr viel unbefangener und auch leichtführiger als erwachsene Hunde. Dies sollte man sich zu Nutze machen, aber ohne die Kleinen zu überfordern. Auch zu viele auf den realen Alltag bezogene Erfahrungen können überfordern.

Was in der Welpen - und/ oder Junghundzeit falsch gemacht oder versäumt wurde zeigt sich erst später, wenn der Hund erwachsen ist. Deshalb sollten Hundetrainer die mit jungen Hunden arbeiten, besser auch schon selber Welpen großgezogen haben.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass auch hier wieder Theorie und Praxis zwei verschiedene Dinge sind.                             

In 32 Jahren Hundehaltung habe ich jetzt, zusammen mit meiner Tochter, den 10. und 11. eigenen Junghund erzogen.

Infos zu unseren Hunden, unter Biografien unserer Hunde.

Lottie jagen und andere ein bisschen ärgern, tolle Sache

 

                                                                                                                                    Ringkämpfe, ohne mobben, sind erlaubt.

 
Das ist mein Tunnel......      aber das ist jetzt meine Schlammpfütze!

 

 

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